Eglisau, Bestriebs- und Gestaltungskonzept (BGK)

Eglisau, Bestriebs- und Gestaltungskonzept (BGK)

Die zweispurige Ortsdurchfahrt Eglisau ist jeden Tag von mehr als 18’000 Fahrzeugen befahren. Stau in der Spitzenstunde, erschwerte Einmündungen, gefährliche Fussgängerquerungen sowie schlechte Freiräumliche Qualität sind die Hauptfolgen.

AUFTRAGGEBER:

Kanton Zürich, Volkswirtschaftsdirektion, Amt für Verkehr

ANSPRECHPARTNER:

Herr Tobias Etter, Projektleiter

BEARBEITUNGSZEITRAUM:

2014-2015

Da nach mehreren planerischen Anläufen bis heute keine machbare, beziehungsweise finanzierbare Lösung für die im Richtplan eingetragene Umfahrung von Eglisau gefunden wurde, musste ein Weg gefunden werden, wie die Staatsstrasse verkehrlich und gestalterisch siedlungsverträglich durch Eglisau geführt werden kann.

Für die ca. 1.6 km lange Staatsstrasse wurde eine Kombination aus verkehrstechnischen und gestalterischen Massnahmen entwickelt. Durch die koordinierte Steuerung von Lichtsignalanlagen an den zwei Ortszugängen (Tore) und am wichtigen Knoten beim Brückenkopf Nord (Dörfli) wird die Verkehrsströmung in verträglichere, kleinere Pakete modelliert. Dadurch werden die Querbeziehungen und die Einmündungen ohne Verringerung der Leistungsfähigkeit einfacher und sicherer gemacht. Die Strassenräume wurden mit Bezug auf dem Kontext charakterisiert und wo möglich gestalterisch aufgewertet.

Das heute mit einem stauanfälligen Kreisel regulierte Tor Nord wurde mit einer optimierten Verkehrsführung ersetzt, welche unter anderem die Priorisierung des ÖV erlaubt.

Bei der Erarbeitung des Betriebs- und Gestaltungskonzeptes (BGK) gemäss den Vorgaben des Kantons Zürich wurde eine grosse Bedeutung auf den Dialog mit den lokalen Behörden und Interessenvertretern (z.B. ProVelo) gelegt, um mögliche Konsenslösung zu finden.